Welche Arten von Tauchermasken gibt es? – Übersicht & Kaufratgeber

Verschiedene Tauchmasken – Auswahl für Schnorchler
Pexels

Nicht jede Tauchermaske ist gleich. Es gibt klassische Masken, Einglasmasken, Zweiglasmasken, rahmenlose Varianten und Mehrglasmasken – jede mit eigenen Stärken. Wir erklären alle Bauarten verständlich und helfen dir, die richtige Wahl für dein Schnorchelabenteuer zu treffen.

Unsere Empfehlungen – Die besten Tauchermasken

RangModellBauartBesonderheit 
1 Cressi Big Eyes EvolutionTestsieger – breites Sichtfeld Zweiglas Crystal Clear Silikon Angebot
2 Mares X-Vision125° Sichtfeld – LiquidSkin Einglas / Einzel Bi-Silikon, 190g Angebot
3 Cressi MatrixRahmenlos – leicht & kompakt Rahmenlos Ultra-leicht Angebot

Klassische Tauchermaske

Die klassische Tauchermaske umschließt Augen und Nase mit einem einfachen Maskenteil. Sie hat ein großes Volumen und kann leichter undicht werden als modernere Bauarten. Ein wichtiger Hinweis: Atme nur durch den Schnorchel, niemals durch die Nase – das führt sonst zum Beschlagen der Gläser.

Klassische Masken werden vor allem an Tauchbasen und bei geführten Schnorchelausflügen verliehen. Sie passen vielen Gesichtsformen, sind jedoch nicht individuell angepasst – was zu Undichtigkeiten führen kann. Für regelmäßiges Schnorcheln empfehlen wir eine eigene Maske.

Einglasmaske – großes, einheitliches Sichtfeld

Die Einglasmaske besteht aus einem großen, einheitlichen Sichtglas und einem Nasenerker. Das Sichtfeld ist groß und unverzerrter als bei Zweiglasmasken. Nachteil: Der Rahmen lässt dem Nasenrücken oft wenig Platz. Bei nicht perfekter Passform kann der Rahmen auf den Nasenrücken drücken – unangenehm auf langen Touren.

Ein bekanntes Beispiel ist die Mares X-Vision: Ihr geneigtes Einzelglas gibt dir ein 125° Sichtfeld ohne störenden Rahmen. Das Volumen ist klein, was das Ausblasen bei Wassereindrung erleichtert. Zum Mares X-Vision Praxistest →

Empfehlung: Einglasmaske
Mares X-Vision Tauchmaske
Mares X-Vision – Tauchmaske mit LiquidSkin-Silikon, 125° Sichtfeld
Einzel-Sichtglas mit 125° Panoramablick, LiquidSkin Bi-Silikon, sehr geringes Innenvolumen. Ideal für Freitauchen und Einsteiger mit großem Sichtfeldbedarf.
Schnorchler mit Tauchmaske unter Wasser – buntes Riff Pexels
Die richtige Tauchermaske macht den Unterschied – klare Sicht bedeutet auch mehr Sicherheit unter Wasser.

Zweiglasmaske – ideal für Brillenträger

Bei der Zweiglasmaske deckt jedes Glas ein Auge ab. Das gibt der Nase mehr Platz und reduziert das Innenvolumen – was das Ausblasen erleichtert. Großer Vorteil: Du kannst für jedes Auge individuelle Sehstärken-Gläser einsetzen. Das macht die Zweiglasmaske zur ersten Wahl für Brillenträger.

Bekannte Vertreter: Cressi Big Eyes Evolution (4-Fenster-Design, Crystal Clear Silikon) und Cressi Lince. Für unseren ausführlichen Test lies den Cressi Big Eyes Evolution Erfahrungsbericht.

Empfehlung: Zweiglasmaske
Cressi Big Eyes Evolution Tauchmaske
Cressi Big Eyes Evolution – Zweiglasmaske mit Crystal Clear Silikon
4-Fenster-Design, Crystal Clear Silikon, geringes Innenvolumen. Auch als optische Variante für Brillenträger erhältlich. Unser Testsieger.

Rahmenlose Tauchermaske – leicht & flexibel

Rahmenlose Masken haben keinen festen Kunststoffrahmen – das Silikon ist direkt mit den Gläsern verbunden. Das macht sie besonders leicht, flexibel und mit sehr geringem Innenvolumen. Ideal für Freitauchen und Reisen, da sie sich klein zusammenfalten lassen.

Ein Beispiel: Cressi Matrix – eine der bekanntesten rahmenlosen Masken, beliebt bei Freedivern und als platzsparende Reisemaske. Der fehlende Rahmen bedeutet aber auch, dass die Maske etwas weniger stabil ist. Für Gelegenheits-Schnorchler ist das kein Problem.

Empfehlung: Rahmenlose Maske
Cressi Matrix rahmenlose Tauchmaske
Cressi Matrix – Rahmenlose Tauchmaske, ultra-leicht
Kein Kunststoffrahmen – Silikon direkt mit den Gläsern verbunden. Sehr geringes Packmaß, ideal für Reisen und Freediving. Leicht und flexibel.

Mehrglasmaske – maximales Sichtfeld

Mehrglasmasken haben neben den vorderen Sichtscheiben auch zusätzliche Gläser an den Seiten. Das führt zu mehr Lichteinlass und einem deutlich größeren Sichtfeld – Bewegungen von der Seite oder von hinten können besser wahrgenommen werden.

Nachteil: Die seitlichen Gläser erhöhen das Innenvolumen der Maske. Das macht das Ausblasen bei Wassereindrung etwas aufwendiger. Für Freitaucher daher weniger geeignet. Für entspanntes Schnorcheln an der Oberfläche aber eine tolle Option.

Bekannte Mehrglasmaske: Hollis M1-Onyx – ein Profi-Modell mit hervorragendem Sichtfeld.

Passform testen – so geht es richtig

Die Passform ist wichtiger als die Marke. Folge dieser einfachen Anleitung:

  1. Schritt 1: Halte die Maske ohne Gurt ans Gesicht.
  2. Schritt 2: Atme leicht durch die Nase ein und lass los.
  3. Schritt 3: Bleibt die Maske durch den Unterdruck haften? Perfekt – die Passform stimmt.
  4. Schritt 4: Fällt die Maske sofort ab oder drückt ungleichmäßig? Falsches Modell – weitersuchen.

Bartträger sollten besonders darauf achten, dass das Silikon flexibel genug ist, um sich um Barthaare anzuschmiegen. Crystal Clear Silikon (Cressi) und LiquidSkin (Mares) sind hierfür besonders geeignet.

Kaufberatung: Welche Maske passt zu dir?

Du bist Einsteiger

Nimm eine Zweiglasmaske mit Crystal Clear Silikon – sie ist vielseitig, hat geringes Volumen und lässt sich mit Sehstärken-Gläsern nachrüsten. Unsere Empfehlung: Cressi Big Eyes Evolution.

Du bist Brillenträger

Eine Zweiglasmaske ist Pflicht. Bestelle zusätzlich die passenden Korrektur-Gläser oder wähle die optische Variante direkt. Alternativ: Schwimmbrille mit Sehstärke für das Schwimmbad.

Du willst Freitauchen

Wähle eine rahmenlose Maske oder eine Maske mit sehr geringem Innenvolumen. Der Mares X-Vision ist mit 190 g ideal – kleines Volumen, einfacher Druckausgleich.

Du möchtest maximales Sichtfeld

Eine Mehrglasmaske oder die Mares X-Vision mit 125° Sichtfeld sind deine Optionen. Für Panorama-Sicht empfehlen wir auch den Schnorchelset-Test mit der Cressi Big Eyes Evolution im Set.

Häufige Fragen zu Tauchermasken

Was ist der Unterschied zwischen Einglasmaske und Zweiglasmaske?
Eine Einglasmaske hat ein einziges, großes Sichtglas. Eine Zweiglasmaske hat zwei getrennte Gläser. Vorteil der Zweiglasmaske: kleineres Innenvolumen, bessere Nasenfreiheit und die Möglichkeit, Korrektur-Gläser für Brillenträger einzusetzen.
Was ist eine rahmenlose Tauchermaske?
Rahmenlose Masken haben keinen festen Kunststoffrahmen – das Silikon ist direkt mit den Gläsern verbunden. Sie sind besonders leicht, flexibel und haben ein sehr geringes Innenvolumen. Ideal für Freitauchen und Reisen.
Welche Tauchermaske ist für Brillenträger geeignet?
Zweiglasmasken eignen sich am besten für Brillenträger, da für jedes Auge individuelle Korrekturgläser eingesetzt werden können. Bekannte Beispiele: Cressi Big Eyes Evolution und Mares X-Vision – beide sind als optische Variante erhältlich.
Wie teste ich, ob meine Tauchermaske richtig sitzt?
Halte die Maske ohne Gurt ans Gesicht und atme leicht durch die Nase ein. Bleibt die Maske durch Unterdruck haften, ist die Passform gut. Drückt sie sofort oder sitzt ungleichmäßig, probiere ein anderes Modell.
Transparentes oder schwarzes Silikon – was ist besser?
Transparentes Silikon lässt mehr Licht durch und gibt ein größeres Raumgefühl. Schwarzes Silikon bevorzugen Unterwasserfotografen, da es weniger störende Lichtreflexe erzeugt. Für normale Schnorchler empfehlen wir transparentes Crystal Clear Silikon. Mehr dazu im Ratgeber zum Dichtrand der Tauchmaske.
Muss ich für Schnorcheln eine spezielle Maske kaufen?
Nein – Tauchmasken sind universell für Schnorcheln und Tauchen geeignet. Für reines Schnorcheln reicht eine einfachere (und günstigere) Maske. Wer aber regelmäßig schnorchelt, profitiert von einer Maske mit geringem Volumen und gutem Silikon.