Welche Arten von Tauchermasken gibt es? – Übersicht & Kaufratgeber
Nicht jede Tauchermaske ist gleich. Es gibt klassische Masken, Einglasmasken, Zweiglasmasken, rahmenlose Varianten und Mehrglasmasken – jede mit eigenen Stärken. Wir erklären alle Bauarten verständlich und helfen dir, die richtige Wahl für dein Schnorchelabenteuer zu treffen.
Unsere Empfehlungen – Die besten Tauchermasken
Klassische Tauchermaske
Die klassische Tauchermaske umschließt Augen und Nase mit einem einfachen Maskenteil. Sie hat ein großes Volumen und kann leichter undicht werden als modernere Bauarten. Ein wichtiger Hinweis: Atme nur durch den Schnorchel, niemals durch die Nase – das führt sonst zum Beschlagen der Gläser.
Klassische Masken werden vor allem an Tauchbasen und bei geführten Schnorchelausflügen verliehen. Sie passen vielen Gesichtsformen, sind jedoch nicht individuell angepasst – was zu Undichtigkeiten führen kann. Für regelmäßiges Schnorcheln empfehlen wir eine eigene Maske.
Einglasmaske – großes, einheitliches Sichtfeld
Die Einglasmaske besteht aus einem großen, einheitlichen Sichtglas und einem Nasenerker. Das Sichtfeld ist groß und unverzerrter als bei Zweiglasmasken. Nachteil: Der Rahmen lässt dem Nasenrücken oft wenig Platz. Bei nicht perfekter Passform kann der Rahmen auf den Nasenrücken drücken – unangenehm auf langen Touren.
Ein bekanntes Beispiel ist die Mares X-Vision: Ihr geneigtes Einzelglas gibt dir ein 125° Sichtfeld ohne störenden Rahmen. Das Volumen ist klein, was das Ausblasen bei Wassereindrung erleichtert. Zum Mares X-Vision Praxistest →
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Zweiglasmaske – ideal für Brillenträger
Bei der Zweiglasmaske deckt jedes Glas ein Auge ab. Das gibt der Nase mehr Platz und reduziert das Innenvolumen – was das Ausblasen erleichtert. Großer Vorteil: Du kannst für jedes Auge individuelle Sehstärken-Gläser einsetzen. Das macht die Zweiglasmaske zur ersten Wahl für Brillenträger.
Bekannte Vertreter: Cressi Big Eyes Evolution (4-Fenster-Design, Crystal Clear Silikon) und Cressi Lince. Für unseren ausführlichen Test lies den Cressi Big Eyes Evolution Erfahrungsbericht.
Rahmenlose Tauchermaske – leicht & flexibel
Rahmenlose Masken haben keinen festen Kunststoffrahmen – das Silikon ist direkt mit den Gläsern verbunden. Das macht sie besonders leicht, flexibel und mit sehr geringem Innenvolumen. Ideal für Freitauchen und Reisen, da sie sich klein zusammenfalten lassen.
Ein Beispiel: Cressi Matrix – eine der bekanntesten rahmenlosen Masken, beliebt bei Freedivern und als platzsparende Reisemaske. Der fehlende Rahmen bedeutet aber auch, dass die Maske etwas weniger stabil ist. Für Gelegenheits-Schnorchler ist das kein Problem.
Mehrglasmaske – maximales Sichtfeld
Mehrglasmasken haben neben den vorderen Sichtscheiben auch zusätzliche Gläser an den Seiten. Das führt zu mehr Lichteinlass und einem deutlich größeren Sichtfeld – Bewegungen von der Seite oder von hinten können besser wahrgenommen werden.
Nachteil: Die seitlichen Gläser erhöhen das Innenvolumen der Maske. Das macht das Ausblasen bei Wassereindrung etwas aufwendiger. Für Freitaucher daher weniger geeignet. Für entspanntes Schnorcheln an der Oberfläche aber eine tolle Option.
Bekannte Mehrglasmaske: Hollis M1-Onyx – ein Profi-Modell mit hervorragendem Sichtfeld.
Passform testen – so geht es richtig
Die Passform ist wichtiger als die Marke. Folge dieser einfachen Anleitung:
- Schritt 1: Halte die Maske ohne Gurt ans Gesicht.
- Schritt 2: Atme leicht durch die Nase ein und lass los.
- Schritt 3: Bleibt die Maske durch den Unterdruck haften? Perfekt – die Passform stimmt.
- Schritt 4: Fällt die Maske sofort ab oder drückt ungleichmäßig? Falsches Modell – weitersuchen.
Bartträger sollten besonders darauf achten, dass das Silikon flexibel genug ist, um sich um Barthaare anzuschmiegen. Crystal Clear Silikon (Cressi) und LiquidSkin (Mares) sind hierfür besonders geeignet.
Kaufberatung: Welche Maske passt zu dir?
Du bist Einsteiger
Nimm eine Zweiglasmaske mit Crystal Clear Silikon – sie ist vielseitig, hat geringes Volumen und lässt sich mit Sehstärken-Gläsern nachrüsten. Unsere Empfehlung: Cressi Big Eyes Evolution.
Du bist Brillenträger
Eine Zweiglasmaske ist Pflicht. Bestelle zusätzlich die passenden Korrektur-Gläser oder wähle die optische Variante direkt. Alternativ: Schwimmbrille mit Sehstärke für das Schwimmbad.
Du willst Freitauchen
Wähle eine rahmenlose Maske oder eine Maske mit sehr geringem Innenvolumen. Der Mares X-Vision ist mit 190 g ideal – kleines Volumen, einfacher Druckausgleich.
Du möchtest maximales Sichtfeld
Eine Mehrglasmaske oder die Mares X-Vision mit 125° Sichtfeld sind deine Optionen. Für Panorama-Sicht empfehlen wir auch den Schnorchelset-Test mit der Cressi Big Eyes Evolution im Set.