Welche Schnorchel gibt es? – Alle Typen verständlich erklärt
Zum Schnorcheln gehört, wie der Name schon sagt, ein Schnorchel. Aber welchen? Ein einfaches Plastikrohr von früher hat sich zu einem ausgereiften Gerät mit Trockenventil, Ausblasventil und flexiblem Rohr entwickelt. Wir erklären alle Typen verständlich – damit du den besten für deine Bedürfnisse findest.
Klassischer Schnorchel
Der klassische Schnorchel besteht aus einem einfachen Plastikrohr und Mundstück – so wie man ihn an Tauchbasen oder bei Schnorchelausflügen verliehen bekommt. Durch das steife Rohr ist er unflexibel und kann nicht auf alle Bedürfnisse angepasst werden.
Das große Problem: Läuft Wasser durch Wellengang oder beim Abtauchen in das Rohr, ist sehr viel Kraft nötig, um den Schnorchel nach oben auszublasen. Alternativ muss man ihn aus dem Mund nehmen und umdrehen – dann verrutscht aber oft die Maske. Für eigenes Equipment nicht empfohlen.
Flexibler Schnorchel mit Ausblasventil
Dieser Typ hat ein flexibles Rohrstück zwischen dem Rohr und dem Mundstück. Das ermöglicht dir, das Mundstück genau so auszurichten, wie es für dich am bequemsten ist – da der Schnorchel durch den Schnorchelhalter an der Maske fixiert ist, ist die Ausrichtung sonst eingeschränkt.
Das Ausblasventil unterhalb des Mundstücks ist ein weiterer Komfortgewinn: Das Ventil liegt tiefer als dein Mund und sammelt eingedrungenes Wasser. Beim Auftauchen läuft bereits ein Großteil durch das Ventil ab – du musst nur noch das Restwasser nach oben ausblasen.
- Flexibles Schnorchelrohr für freie Mundstück-Positionierung
- Doppeltes Ausblasventil – leicht und schnell zu leeren
- Quick Clip Schnorchelhalter für einfaches Befestigen
- Leicht auswechselbares Silikon-Comfort-Mundstück
Pexels
Semi-Dry: Schnorchel mit Spritzwasserschutz
Der Spritzwasserschutz wird am oberen Ende des Schnorchelrohrs angebracht. Er verhindert das Eindringen von Spritzwasser an der Wasseroberfläche – besonders nützlich bei leichtem Wellengang. Wichtig zu wissen: Der Spritzschutz verhindert nicht, dass Wasser beim Abtauchen oder bei starkem Wellengang eindringt. Dafür braucht es ein Trockenventil.
Semi-Dry Schnorchel sind günstiger als vollständige Dry-Schnorchel und gut für ruhige Gewässer, Schwimmbäder oder gelegentliches Schnorcheln. Wenn du regelmäßig im Meer schnorchelst oder bei Wellengang, lohnt sich der Aufpreis für einen echten Trockenschnorchel.
Trockenschnorchel (Dry)
Ein Trockenschnorchel bleibt beim Abtauchen und bei Spritzwasser trocken. Ein spezielles Ventil am oberen Ende des Schnorchels schließt sich, sobald Wasser eindringen will. Es schließt dabei nicht nur Wasser, sondern auch Luft aus. Nach dem Auftauchen musst du nicht mehr ausblasen.
Meist haben diese Schnorchel auch ein Ausblasventil – für den seltenen Fall, dass doch ein wenig Wasser eindringt. Das ist ein großer Komfortgewinn gegenüber klassischen Schnorcheln.
- Trockenventil schließt automatisch bei Kontakt mit Wasser
- Schützt bis 3,5 m Tiefe – gut für kurze Abtauchversuche
- Ausblasventil am unteren Ende für Restwasser
- Ergonomisches Mundstück – kein Kieferschmerz
- Clip-System für einfache Befestigung an der Maske
- Kein Wasser mehr im Schnorchel
- Auch bei Wellengang trocken
- Kurzes Abtauchen möglich
- Einfach an der Maske zu befestigen
- Teurer als Semi-Dry
- Ventil bei >3,5 m Tiefe nicht mehr wirkungsvoll
Unsere klare Empfehlung: Trockenschnorchel für alle
Wer im Meer schnorchelt, dem empfehlen wir ohne Zögern einen Trockenschnorchel. Das Trockenventil macht das Schnorcheln deutlich entspannter – kein Wasserschlucken, kein ständiges Ausblasen, auch bei leichtem Wellengang. Der Unterschied zu einem einfachen Schnorchel ist enorm.
Unsere Top-Empfehlung: Subgear Fusion Dry – getestet am Great Barrier Reef, begeistert im Einsatz. Auch der Cressi Alpha Ultra Dry ist ausgezeichnet und kommt in unserem Schnorchelset-Test als Teil des Cressi Penta Sets vor.
Für alle Schnorcheltypen im ausführlichen Vergleich: → Die besten Schnorchel im Test
Kaufberatung: Schnorchel nach Verwendungszweck wählen
Gelegentliches Schnorcheln / Urlaub
Semi-Dry mit Spritzschutz und Ausblasventil reicht für ruhige Gewässer und gelegentliche Ausflüge. Spart Kosten ohne großen Komfortverlust.
Regelmäßiges Schnorcheln / Meer mit Wellen
Trockenschnorchel ist hier Pflicht. Wellengang macht einen Semi-Dry schnell zur Qual. Mit einem Dry-Schnorchel schnorchelst du stundenlang entspannt.
Freitauchen / Abtauchen
Trockenschnorchel mit kleinem Ventil. Achte darauf, dass das Ventil auch bei tieferem Abtauchen (5+ m) noch dichthält. Manche Dry-Schnorchel sind nur bis 3,5 m ausgelegt.
Farbwahl
Beim Schnorcheln im offenen Wasser: Wähle eine auffällige Farbe (gelb, rot, türkis). Das macht dich für Boote und Jetskis sichtbarer – ein wichtiger Sicherheitsaspekt.
Häufige Fragen zu Schnorcheltypen
Was ist ein flexibler Schnorchel mit Ausblasventil?
Wozu dient der Spritzwasserschutz am Schnorchel?
Was ist besser: Trockenschnorchel oder Halbtrockenschnorchel?
Kann ich einen Schnorchel ins Flugzeug-Handgepäck mitnehmen?
Wie befestige ich einen Schnorchel an der Tauchmaske?
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