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Atmen mit dem Schnorchel (©BlueOrangeStudio / photos.com)

Die richtige Atemtechnik ist das A und O beim Schnorcheln. Wer falsch atmet, wird schnell müde, bekommt Wasser in den Schnorchel oder verliert die Freude am Tauchen. Mit ein paar einfachen Tricks lernst du jedoch innerhalb weniger Minuten, entspannt und sicher durch das Wasser zu gleiten. Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt dir genau, wie es geht.

Warum die Atemtechnik beim Schnorcheln so wichtig ist

Beim Schnorcheln atmest du durch ein Rohr, das aus dem Wasser ragt. Das klingt einfach – aber es gibt einige Besonderheiten, die du kennen solltest:

  • Das Luftvolumen im Schnorchel (Totraum) enthält verbrauchte Luft. Du musst beim Einatmen kräftig genug ziehen, um frische Luft zu holen.
  • Zu schnelles oder hektisches Atmen führt zur Hyperventilation – du bekommst Schwindel und Panik.
  • Zu flaches Atmen führt zu CO₂-Aufbau – du fühlst dich unwohl, ohne zu wissen warum.
  • Wasser kann in den Schnorchel eindringen – beim Wellengang oder beim Abtauchen – und muss gezielt ausgepustet werden.

Die gute Nachricht: Sobald du die richtige Technik verinnerlicht hast, atmet es sich völlig natürlich und entspannt.

Schritt-für-Schritt: So atmest du richtig mit dem Schnorchel

Schritt 1: Ruhig einatmen

Atme langsam und gleichmäßig durch den Mund ein. Der Atemzug sollte tiefer sein als beim normalen Atmen, damit du genug frische Luft über den Schnorchel holst. Stell dir vor, du atmest wie im Schlaf – ruhig und tief.

Schritt 2: Bewusst ausatmen

Atme vollständig und kontrolliert aus. Dadurch sorgst du dafür, dass verbrauchte Luft und CO₂ vollständig aus dem Schnorchel gespült werden. Viele Anfänger atmen zu flach – das ist der häufigste Fehler.

Schritt 3: Rhythmus finden

Finde deinen eigenen ruhigen Atemrhythmus. Eine gute Faustregel: Ein Atemzyklus (ein- und ausatmen) sollte etwa 3–4 Sekunden dauern. Lass dich von der Unterwasserwelt ablenken – wenn du entspannt bist, reguliert sich die Atmung fast von selbst.

Schritt 4: Wasser ausblasen (Ausblastechnik)

Wenn Wasser in den Schnorchel gelangt (z.B. durch eine Welle), musst du es aktiv ausblasen. Dazu atmest du kurz, kräftig und explosiv aus – ähnlich wie wenn du eine Kerze ausbläst. Modernes Schnorchelzubehör hat oft ein Ausblasventil am unteren Ende des Schnorchels, das das Ausblasen erleichtert. Mehr dazu in unserem Artikel Wasser aus dem Schnorchel ausblasen.

Die häufigsten Atemfehler beim Schnorcheln

Fehler 1: Zu schnell und hektisch atmen

Besonders Anfänger tendieren dazu, aufgeregt zu schnell zu atmen. Das führt zur Hyperventilation: Schwindel, Kribbeln in den Fingern und ein Gefühl der Panik. Abhilfe: Hebe kurz den Kopf aus dem Wasser, atme normal und beruhige dich. Dann langsam wieder ins Wasser.

Fehler 2: Zu flach atmen

Flache Atemzüge lassen den CO₂-Gehalt im Blut steigen – das macht sich als Benommenheit oder unangenehmes Druckgefühl in der Brust bemerkbar. Bewusst tiefer atmen löst das Problem sofort.

Fehler 3: Mund nicht fest genug um das Mundstück schließen

Wenn der Mund nicht dicht um das Mundstück geschlossen ist, tritt Wasser ein. Achte darauf, die Lippen fest ums Mundstück zu legen – nicht beißen, nur sanft umschließen.

Fehler 4: Beim Abtauchen nicht die Luft anhalten

Wenn du kurz nach unten tauchst (Freitauchen), musst du vorher tief einatmen und dann die Luft anhalten. Wer weiterzuatmen versucht, bekommt sofort Wasser in den Schnorchel.

Übungen im Flachwasser

Bevor du ins offene Meer gehst, lohnen sich kurze Übungseinheiten im Flachwasser oder sogar im Pool:

  • Atemübung an Land: Halte den Schnorchel (ohne Maske) vor den Mund und atme eine Minute lang ruhig und gleichmäßig. So gewöhnst du dich an das Mundstück und das Atemgefühl.
  • Übung im Flachwasser: Tauche den Schnorchel kurz unter Wasser und übe das Ausblasen. Mache das mehrfach, bis es automatisch geht.
  • Entspannungsübung: Lege dich flach auf die Wasseroberfläche und atme 5 Minuten lang ruhig. Konzentriere dich nur auf deinen Atem – das baut Anspannung ab.

Unterschied: Schnorchel mit und ohne Ventil

Moderne Schnorchel haben ein Ausblasventil und oft einen Spritzschutz oben. Diese Features erleichtern das Atmen deutlich:

  • Ventilschnorchel: Das untere Ventil leitet Wasser automatisch ab, du musst weniger aktiv ausblasen. Ideal für Anfänger.
  • Dry-Top-Schnorchel: Ein Mechanismus oben am Schnorchel schließt sich automatisch bei Wellengang. Kaum Wasser dringt ein.
  • Klassischer Schnorchel: Ohne Ventil – du musst das Ausblasen selbst üben. Gute Trainingsoption, die auch die Lungenkapazität stärkt.

In unserem Schnorchel Kaufhilfe Artikel findest du mehr Informationen zu den verschiedenen Typen.

Atemtechnik beim Freitauchen

Wenn du kurz abtauchen möchtest, um Fische oder Korallen aus der Nähe zu betrachten, gilt eine einfache Regel: Einmal tief einatmen, dann abtauchen und die Luft anhalten. Nicht hyperventilieren vor dem Abtauchen – das kann gefährlich werden. Als Anfänger reichen 5–10 Sekunden unter Wasser vollkommen aus.

Fazit: Entspannung ist das Wichtigste

Die richtige Atemtechnik beim Schnorcheln ist keine Raketenwissenschaft. Der wichtigste Tipp: Bleib entspannt. Ein ruhiger, tiefer Atem ist der Schlüssel zu einem schönen Schnorchelerlebnis. Übe im Flachwasser, bis es sich natürlich anfühlt – dann steht dem Unterwasserabenteuer nichts mehr im Weg.

Du willst noch mehr über Schnorcheltechniken lernen? Dann schau dir unsere weiteren Tipps an: Angst und Panik beim Schnorcheln überwinden und In 10 Schritten schnorcheln lernen.